Als jemand, der sich intensiv mit Hautpflege und Kosmetik beschäftigt, weiß ich aus Erfahrung, wie frustrierend es sein kann, wenn Make-up das Hautbild verschlechtert, anstatt es zu verbessern. Genau hier kommt nicht komedogenes Make-up ins Spiel. Es ist speziell dafür entwickelt, die Poren nicht zu verstopfen und ist somit für alle mit Problemhaut sei es Akne, Unreinheiten oder einfach nur empfindliche Haut von entscheidender Bedeutung, um das Hautbild nachhaltig zu schützen und zu optimieren.
Nicht komedogenes Make-up: So befreit Ihre Haut von verstopften Poren und Unreinheiten
- Definition: Nicht komedogenes Make-up ist speziell formuliert, um die Poren nicht zu verstopfen und somit die Bildung von Mitessern und Pickeln zu verhindern.
- Für wen: Es ist ideal für zu Akne neigende, fettige, Mischhaut oder generell empfindliche Haut, die leicht zu Unreinheiten neigt.
- Erkennung: Achten Sie auf Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, Niacinamid und Zink; meiden Sie potenziell komedogene Stoffe wie Kokosöl oder Lanolin.
- Produkttypen: Dermokosmetik aus der Apotheke, Mineral-Make-up und leichte Formulierungen sind oft gute nicht komedogene Optionen, die ich persönlich empfehle.
- Wichtiger Hinweis: Der Begriff "nicht komedogen" ist nicht rechtlich geschützt; vertrauen Sie auf Marken mit eigener Testung und Transparenz, die ihre Formulierungen offenlegen.
Was bedeutet "nicht komedogen" wirklich?
Der Begriff "nicht komedogen" beschreibt Make-up oder Hautpflegeprodukte, die so formuliert sind, dass sie die Poren nicht verstopfen und somit keine Komedonen also Mitesser und in der Folge Pickel verursachen. Es ist wichtig zu verstehen, dass dieser Begriff nicht rechtlich geschützt ist. Das bedeutet, dass Hersteller die Bezeichnung selbst verwenden können, ohne dass eine unabhängige Stelle dies zertifiziert. Die Wirksamkeit variiert daher von Produkt zu Produkt und basiert oft auf internen Tests der Marken, die jedoch meist sehr sorgfältig durchgeführt werden, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen.
Für wen ist dieser Make-up-Typ ein absolutes Muss?
Aus meiner Sicht ist nicht komedogenes Make-up ein absolutes Muss für eine breite Zielgruppe, die mit Hautproblemen zu kämpfen hat. Dazu gehören in erster Linie Personen mit zu Akne neigender Haut, sei es die klassische Teenager-Akne oder die immer häufiger auftretende Spätakne (Akne tarda) bei Erwachsenen. Aber auch Menschen mit Rosazea, perioraler Dermatitis, fettiger Haut, Mischhaut oder generell empfindlicher, zu Unreinheiten neigender Haut profitieren enorm. Ich habe beobachtet, dass das Bewusstsein für Inhaltsstoffe in Kosmetika in Deutschland stark gestiegen ist, und viele suchen gezielt nach Produkten, die ihre Haut nicht zusätzlich belasten.
Der Unterschied, den Ihre Poren sofort spüren werden
Der Wechsel zu nicht komedogenem Make-up kann einen spürbaren Unterschied für Ihre Haut machen. Es geht nicht nur darum, Probleme zu vermeiden, sondern aktiv zur Hautgesundheit beizutragen:
- Verhinderung von Porenverstopfung: Dies ist der Kernvorteil. Indem die Poren frei bleiben, wird die Bildung von Mitessern und Pickeln effektiv reduziert.
- Reduzierung von Mitessern und Pickeln: Weniger verstopfte Poren bedeuten weniger Nährboden für Bakterien und Entzündungen, was zu einem klareren Hautbild führt.
- Verbesserung des Hautbildes: Ihre Haut kann besser atmen, was sich langfristig in einem ebenmäßigeren und gesünderen Teint widerspiegelt.
- Make-up ohne Bedenken: Sie können Make-up tragen, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass es Ihre Hautprobleme verschlimmert. Das gibt ein ungemein gutes Gefühl.

Die Inhaltsstoff-Checkliste: So entlarven Sie Porenverstopfer in Ihrer Foundation
Die Inhaltsstoffliste oft als INCI-Liste bezeichnet ist Ihr bester Freund, wenn es darum geht, nicht komedogenes Make-up zu finden. Ich empfehle immer, einen genauen Blick darauf zu werfen. Hier sind die Dinge, auf die Sie achten sollten:
Rote Flaggen auf der INCI-Liste: Diese Inhaltsstoffe sollten Sie meiden
Einige Inhaltsstoffe sind bekannt dafür, potenziell komedogen zu wirken. Wenn Sie zu Unreinheiten neigen, rate ich Ihnen, Produkte mit diesen Substanzen zu meiden oder zumindest genau zu beobachten, wie Ihre Haut darauf reagiert:
- Kokosöl (Cocos Nucifera Oil): Obwohl es ein beliebtes Naturprodukt ist, kann es für viele Hauttypen stark komedogen wirken.
- Kakaobutter (Theobroma Cacao Seed Butter): Ähnlich wie Kokosöl kann auch Kakaobutter die Poren verstopfen.
- Weizenkeimöl (Triticum Vulgare Germ Oil): Dieses Öl ist reichhaltig und kann bei empfindlicher Haut zu Problemen führen.
- Lanolin und seine Derivate: Wollwachs und seine Abkömmlinge können bei manchen Menschen die Poren verstopfen.
- Isopropyl Myristate / Isopropyl Palmitate: Diese synthetischen Ester sind bekannte Komedogenitäts-Verursacher und sollten vermieden werden.
Grünes Licht für Ihre Haut: Nach diesen Wirkstoffen sollten Sie Ausschau halten
Andererseits gibt es eine Reihe von Inhaltsstoffen, die ich als vorteilhaft und hautfreundlich einstufe. Diese tragen oft dazu bei, das Hautbild zu verbessern und gleichzeitig die Poren frei zu halten:
- Hyaluronsäure: Spendet intensive Feuchtigkeit, ohne zu fetten, und ist für alle Hauttypen gut verträglich.
- Salicylsäure (BHA): Wirkt keratolytisch, löst Verhornungen in den Poren und hilft, Unreinheiten zu reduzieren.
- Niacinamid (Vitamin B3): Reguliert die Talgproduktion, wirkt entzündungshemmend und stärkt die Hautbarriere.
- Zink: Besitzt antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften, ideal bei unreiner Haut.
- Leichte Silikone (z.B. Dimethicon): Bilden einen atmungsaktiven, schützenden Film auf der Haut, ohne die Poren zu versiegeln.
- Pigmente mineralischen Ursprungs: Oft besser verträglich als synthetische Pigmente und weniger wahrscheinlich, die Poren zu verstopfen.
Mythen entlarvt: Sind Silikone und Öle immer schlecht für unreine Haut?
Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass alle Silikone und Öle per se schlecht für unreine Haut sind. Das ist so nicht richtig, und ich möchte hier etwas differenzieren. Leichte Silikone, wie zum Beispiel Dimethicon, sind oft in nicht komedogenen Formulierungen enthalten. Sie bilden einen atmungsaktiven, schützenden Film auf der Haut, der Feuchtigkeitsverlust verhindert, ohne die Poren zu verstopfen. Sie sind nicht okklusiv im negativen Sinne. Ähnlich verhält es sich mit Ölen: Während einige Öle wie Kokosöl oder Kakaobutter tatsächlich komedogen wirken können, gibt es andere, die sogar vorteilhaft sind. Denken Sie an Jojobaöl, das dem menschlichen Talg sehr ähnlich ist und die Talgproduktion regulieren kann, oder Squalan, ein leichtes, feuchtigkeitsspendendes Öl. Es kommt also immer auf die Art des Silikons oder Öls an und auf die individuelle Reaktion Ihrer Haut.

Der ultimative Produkt-Guide für den deutschen Markt: Foundations, die Ihre Haut lieben wird
Nachdem wir die Theorie besprochen haben, kommen wir nun zu den praktischen Empfehlungen. Ich habe mich umgesehen und einige der besten nicht komedogenen Foundations für den deutschen Markt ausgewählt, die Ihre Haut lieben wird.
Apotheken-Helden: Sicherer Hafen für empfindliche und zu Akne neigende Haut
Dermokosmetik aus der Apotheke ist oft die erste Wahl für empfindliche und zu Akne neigende Haut. Diese Marken investieren viel in Forschung und Entwicklung, um hautfreundliche Formulierungen zu gewährleisten:
- La Roche-Posay Toleriane Teint Fluid: Diese Foundation ist bekannt für ihre hohe Verträglichkeit und leichte Textur. Sie kaschiert Rötungen und Unreinheiten effektiv, ohne die Haut zu beschweren oder die Poren zu verstopfen. Ideal für sehr empfindliche und allergische Haut.
- Avène Couvrance Korrigierendes Make-up Fluid: Avène bietet ebenfalls sehr gut verträgliche Produkte. Die Couvrance Linie ist speziell für empfindliche und intolerante Haut entwickelt und bietet eine gute Deckkraft bei gleichzeitig nicht komedogener Formulierung.
- Vichy Dermablend Fluid Corrective Foundation: Für alle, die eine höhere Deckkraft benötigen, ohne Kompromisse bei der Hautverträglichkeit einzugehen. Sie ist als nicht komedogen und hypoallergen getestet und hält bis zu 16 Stunden.
- Eucerin DermoPure Abdeckstift: Obwohl kein Fluid, möchte ich diesen Abdeckstift hervorheben. Er deckt Unreinheiten nicht nur ab, sondern enthält auch Salicylsäure, die aktiv gegen Pickel wirkt. Eine tolle Ergänzung zur Foundation.
Schätze aus der Drogerie: Günstige nicht komedogene Foundations im Test
Auch in der Drogerie finden sich gute und erschwingliche Optionen, die den Ansprüchen unreiner Haut gerecht werden können. Man muss nur wissen, wonach man suchen muss:
- Catrice HD Liquid Coverage Foundation: Diese Foundation bietet eine hohe Deckkraft bei einer überraschend leichten Textur. Sie mattiert gut und ist oft als nicht komedogen beworben, was sie zu einer beliebten Wahl für ölige und unreine Haut macht.
- L'Oréal Paris Infaillible 24H Fresh Wear Foundation: Eine weitere Option, die für ihre langanhaltende Formel und leichte Textur gelobt wird. Sie ist atmungsaktiv und verstopft die Poren nicht, während sie einen frischen Teint verleiht.
- Maybelline Fit Me Matte + Poreless Foundation: Speziell für normale bis fettige Haut entwickelt, hilft diese Foundation, Glanz zu kontrollieren und Poren zu minimieren, ohne sie zu verstopfen. Sie bietet eine natürliche, matte Abdeckung.
Reine Natur: Die besten nicht komedogenen Optionen im Clean Beauty & Mineral-Make-up Bereich
Der Trend zu "Clean Beauty" und Mineral-Make-up ist eine fantastische Entwicklung für alle mit empfindlicher Haut. Mineral-Make-up, das oft auf pulverisierten Mineralien wie Zinkoxid und Titandioxid basiert, ist in der Regel frei von Ölen, Duftstoffen und Konservierungsmitteln, die Reizungen oder Porenverstopfungen verursachen könnten. Marken in diesem Segment setzen auf natürliche Inhaltsstoffe und verzichten auf potenziell problematische Zusätze. Ich sehe hier eine hervorragende Wahl für alle, die eine minimalistische und hautfreundliche Make-up-Routine bevorzugen. Getönte Tagescremes und BB/CC Creams aus diesem Bereich sind oft leichter formuliert und lassen die Haut besser atmen.
Mehr als nur Foundation: So stellen Sie Ihre gesamte Make-up-Routine auf "nicht komedogen" um
Es reicht nicht aus, nur die Foundation zu wechseln. Eine wirklich hautfreundliche Routine erfordert, dass alle Produkte, die mit Ihrer Haut in Kontakt kommen, nicht komedogen sind. Lassen Sie uns die anderen wichtigen Schritte durchgehen.
Concealer ohne Kompromisse: Unreinheiten abdecken, ohne sie zu verschlimmern
Ein guter Concealer kann Unreinheiten effektiv kaschieren, sollte sie aber keinesfalls verschlimmern. Achten Sie bei der Auswahl auf leichte Texturen, die sich nicht in den Poren absetzen und die Haut nicht zusätzlich belasten. Viele der Dermokosmetik-Marken, die ich bereits für Foundations genannt habe, bieten auch entsprechende Concealer an, die speziell für empfindliche und zu Unreinheiten neigende Haut formuliert sind. Ich empfehle, einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen und Produkte zu wählen, die beruhigende Wirkstoffe enthalten, anstatt nur abzudecken.
Puder & Rouge: So finden Sie Produkte, die die Poren nicht versiegeln
Puder und Rouge sind oft die letzten Schritte im Make-up, können aber eine große Rolle spielen, wenn es um verstopfte Poren geht. Hier ist Mineralpuder oft die beste Wahl, da es in der Regel sehr leicht ist und die Haut atmen lässt. Vermeiden Sie schwere, stark pigmentierte Puder oder Rouges, die potenziell komedogene Bindemittel enthalten könnten. Ein leichtes Finish, das den Teint mattiert, ohne eine dicke Schicht zu bilden, ist das Ziel.
Priming & Setting: Die richtigen Helfer für langanhaltenden, hautfreundlichen Look
Primer und Setting-Sprays können dazu beitragen, dass Ihr Make-up länger hält und besser aussieht. Auch hier gilt: leichte, atmungsaktive Formulierungen sind entscheidend. Vermeiden Sie Primer, die eine schwere, silikonlastige Schicht bilden oder komedogene Inhaltsstoffe enthalten. Ein guter Primer sollte die Haut glätten und das Make-up vorbereiten, ohne die Poren zu verstopfen. Bei Setting-Sprays empfehle ich Formulierungen, die Feuchtigkeit spenden und das Make-up fixieren, ohne einen klebrigen oder okklusiven Film zu hinterlassen.
Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden: Praktische Tipps für die tägliche Anwendung
Selbst mit den besten nicht komedogenen Produkten können kleine Fehler in der Routine das Ergebnis beeinträchtigen. Hier sind meine wichtigsten Tipps, um das Beste aus Ihrer hautfreundlichen Make-up-Routine herauszuholen.
Die richtige Reinigung: Warum das Abschminken genauso wichtig ist wie das Produkt selbst
Ich kann es nicht oft genug betonen: Eine gründliche und sanfte Reinigungsroutine ist das A und O für eine gesunde Haut. Selbst das beste nicht komedogene Make-up kann Probleme verursachen, wenn es nicht korrekt entfernt wird. Die Poren können sich über Nacht mit Make-up-Resten, Talg und Schmutz füllen.
- Double Cleansing: Beginnen Sie mit einem öl- oder balsamhaltigen Reiniger, um Make-up und Sonnenschutz zu lösen. Spülen Sie ihn ab.
- Zweiter Schritt: Verwenden Sie anschließend einen milden, wasserbasierten Reiniger, um die Haut gründlich von allen Rückständen zu befreien.
- Lauwarmes Wasser: Verwenden Sie immer lauwarmes Wasser, um Ihre Haut zu reinigen. Zu heißes Wasser kann die Haut austrocknen und reizen.
- Sanftheit: Rubbeln oder ziehen Sie nicht an Ihrer Haut. Tupfen Sie sie stattdessen vorsichtig mit einem sauberen Handtuch trocken.
Weniger ist mehr: Die Kunst der richtigen Dosierung und Applikationstechnik
Manchmal ist weniger tatsächlich mehr. Dies gilt besonders für Make-up auf problematischer Haut. Eine zu dicke Schicht Produkt kann die Poren überlasten, selbst wenn es nicht komedogen ist. Ich rate dazu, mit einer kleinen Menge zu beginnen und diese bei Bedarf schichtweise aufzubauen. Verwenden Sie saubere Pinsel oder Schwämme und reinigen Sie diese regelmäßig idealerweise einmal pro Woche. Schmutzige Applikatoren sind ein Nährboden für Bakterien und können Unreinheiten verursachen, selbst wenn Ihr Make-up perfekt ist.
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Geduld ist eine Tugend: Warum Ihre Haut Zeit zur Umstellung braucht
Hautveränderungen geschehen nicht über Nacht. Es ist wichtig, geduldig zu sein und Ihrer Haut Zeit zu geben, sich an neue Produkte und Routinen anzupassen. Oft dauert es mehrere Wochen, bis sich das Hautbild sichtbar verbessert. Bleiben Sie konsequent bei Ihrer nicht komedogenen Routine und beobachten Sie Ihre Haut genau. Wenn Sie das Gefühl haben, dass ein Produkt nicht funktioniert, geben Sie ihm dennoch eine faire Chance von mindestens vier bis sechs Wochen, bevor Sie es komplett abschreiben. Ihre Haut wird es Ihnen danken!
