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Haare selber schneiden (Mann): Anleitung & Tipps für den perfekten Look

Erwin Merz

Erwin Merz

24. August 2025

Haare selber schneiden (Mann): Anleitung & Tipps für den perfekten Look

Inhaltsverzeichnis

Sie spielen mit dem Gedanken, sich die Haare selbst zu schneiden, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen? Keine Sorge, Sie sind nicht allein! Immer mehr Männer entdecken die Vorteile eines DIY-Haarschnitts. In diesem Artikel führe ich Sie Schritt für Schritt durch den Prozess, zeige Ihnen, welche Werkzeuge Sie benötigen und wie Sie gängige Fehler vermeiden. Mein Ziel ist es, Ihnen das nötige Vertrauen und Wissen zu vermitteln, damit Sie nicht nur Kosten sparen, sondern auch stolz auf Ihren selbstgemachten Look sein können.

Haare selber schneiden spart nicht nur Geld, sondern ist mit der richtigen Anleitung einfacher als gedacht.

  • Der Undercut oder Fade ist die beliebteste und zu Hause am häufigsten umgesetzte Technik, die saubere Übergänge erfordert.
  • Eine gute Haarschneidemaschine mit verschiedenen Aufsätzen, eine Haarschneideschere, ein Kamm und ein Handspiegel sind die wichtigsten Werkzeuge, die Sie benötigen.
  • Die größten Herausforderungen sind saubere Übergänge (Fading mit der sogenannten C-Bewegung) und präzise Konturen.
  • Häufige Fehler wie Kanten, "Löcher" oder ein schiefer Nacken lassen sich mit der richtigen Technik und Vorbereitung vermeiden.
  • Das Selberschneiden spart durchschnittlich 20-40 Euro pro Friseurbesuch, die Investition in eine Maschine amortisiert sich schnell.

Der Trend zum Selbermachen ist in den letzten Jahren enorm gewachsen, und das gilt auch für den Haarschnitt bei Männern. Ich sehe immer mehr, wie Männer die Schere und Maschine selbst in die Hand nehmen. Die Hauptmotive sind klar: Zum einen ist da die Kostenersparnis ein durchschnittlicher Herrenhaarschnitt kostet schnell zwischen 20 und 40 Euro. Eine gute Haarschneidemaschine für 50-100 Euro hat sich da schon nach wenigen Schnitten bezahlt gemacht. Zum anderen ist es die pure Bequemlichkeit, sich nicht an Öffnungszeiten halten zu müssen und den Schnitt genau dann zu bekommen, wenn es passt. Online-Tutorials haben hier eine wichtige Rolle gespielt, indem sie das nötige Wissen leicht zugänglich gemacht haben.

Bevor wir loslegen, sollten wir über die richtige Ausrüstung sprechen. Ein guter Handwerker braucht gutes Werkzeug, und das gilt auch für den Heimfriseur.

  • Haarschneidemaschine mit verschiedenen Aufsätzen: Dies ist Ihr wichtigstes Werkzeug. Achten Sie auf eine Maschine mit einer guten Akkulaufzeit und Aufsätzen, die typischerweise von 3 mm bis 25 mm reichen.
  • Haarschneideschere: Eine scharfe Schere ist unerlässlich, besonders für das Deckhaar. Eine normale Haushaltsschere ist oft zu stumpf und kann die Haare beschädigen.
  • Kamm: Ein feinzinkiger Kamm hilft Ihnen, die Haare zu separieren und zu führen.
  • Handspiegel: Absolut entscheidend, um den Hinterkopf und die Seiten zu kontrollieren.
  • Friseurumhang (optional, aber empfohlen): Schützt Ihre Kleidung vor Haaren und erleichtert die Reinigung.

Die Haarschneidemaschine kommt hauptsächlich für die Seiten, den Nacken und für das Erstellen von Übergängen (Fading) zum Einsatz. Sie ermöglicht präzise, kurze Schnitte und ist ideal für einen gleichmäßigen Look. Die Schere hingegen ist Ihr Freund, wenn es um längeres Deckhaar, das Ausdünnen oder das Schaffen von Textur geht. Sie gibt Ihnen mehr Kontrolle über die Länge einzelner Strähnen und ist perfekt für feine Anpassungen.

Mann schneidet haare spiegel zuhause

Ein gut vorbereiteter Arbeitsplatz ist die halbe Miete. Suchen Sie sich einen Bereich mit guter Beleuchtung, idealerweise Tageslicht, und einem großen Wandspiegel. Legen Sie alle Ihre Werkzeuge bereit und stellen Sie sicher, dass der Bereich leicht zu reinigen ist. Ich persönlich lege immer ein altes Handtuch oder einen Umhang auf den Boden, um die Haare aufzufangen.

Die Frage, ob die Haare vor dem Schnitt gewaschen werden sollen, höre ich oft. Meine Empfehlung: Für die Haarschneidemaschine sollten die Haare sauber und trocken sein. Trockenes Haar lässt sich präziser schneiden und die Maschine gleitet besser. Wenn Sie die Schere für das Deckhaar verwenden, können die Haare leicht feucht sein, da sie sich dann besser kämmen und kontrollieren lassen.

Der Hinterkopf ist für viele die größte Herausforderung. Hier kommt der "Zwei-Spiegel-Trick" ins Spiel: Stellen Sie sich vor einen großen Wandspiegel und halten Sie einen Handspiegel so, dass Sie den Nackenbereich im Wandspiegel sehen können. Es erfordert etwas Übung, aber mit der Zeit werden Sie ein Gefühl dafür bekommen, wie Sie die Maschine präzise führen.

Der Undercut oder Fade ist nicht umsonst so beliebt er sieht modern aus und lässt sich mit etwas Übung auch zu Hause gut umsetzen. Diese Anleitung konzentriert sich darauf, Ihnen die Schritte für diesen Look zu zeigen, aber die grundlegenden Techniken können Sie auf viele andere Stile übertragen. Lassen Sie uns anfangen!

Der Schnitt beginnt: Seiten und Nacken mit der Maschine bearbeiten

  1. Starten Sie mit einem längeren Aufsatz: Mein wichtigster Tipp für Anfänger ist: Beginnen Sie immer mit einem längeren Aufsatz, zum Beispiel 9 mm oder 12 mm. Sie können immer noch kürzer schneiden, aber Haare wachsen nicht sofort nach. Das gibt Ihnen Spielraum für Fehler und ein Gefühl für die Maschine.
  2. Arbeiten Sie sich von unten nach oben: Beginnen Sie am Nacken und an den Seiten und führen Sie die Maschine gegen die Wuchsrichtung der Haare. Halten Sie die Maschine dabei flach am Kopf.
  3. Definieren Sie die erste Länge: Schneiden Sie mit dem gewählten Aufsatz bis zu der Höhe, an der der Übergang zum längeren Deckhaar beginnen soll. Dies ist Ihre Grundlinie.
  4. Schrittweise kürzer werden: Wechseln Sie nun zu einem kürzeren Aufsatz (z.B. 6 mm) und schneiden Sie nur den unteren Bereich unterhalb Ihrer ersten Linie. Gehen Sie dabei nur bis etwa zur Hälfte der Höhe des vorherigen Schnitts.
  5. Wiederholen Sie den Vorgang: Nehmen Sie einen noch kürzeren Aufsatz (z.B. 3 mm) und schneiden Sie den untersten Bereich, wieder nur bis zur Hälfte der Höhe des vorherigen Schnitts. So entsteht eine Abstufung.

Saubere Übergänge schaffen (Fading-Technik)

  1. Die C-Bewegung ist entscheidend: Um harte Kanten und "Treppen" zu vermeiden, führen Sie die Haarschneidemaschine am oberen Ende jedes Schnittbereichs in einer leichten C-Bewegung vom Kopf weg. Stellen Sie sich vor, Sie "schaufeln" die Haare weg (Scooping-Bewegung). Das sorgt für einen weichen Übergang.
  2. Zwischenaufsätze nutzen: Viele Maschinen haben auch Zwischenaufsätze (z.B. 4,5 mm oder 7,5 mm) oder einen verstellbaren Hebel an der Seite. Nutzen Sie diese, um die Übergänge noch feiner zu gestalten und die Linien zwischen den Längen zu verwischen.
  3. Kontinuierlich prüfen: Schauen Sie immer wieder in den Spiegel und prüfen Sie aus verschiedenen Winkeln, ob die Übergänge fließend sind. Gehen Sie bei Bedarf mit einem etwas längeren Aufsatz noch einmal über die Übergangszonen, um Unebenheiten auszugleichen.

Präzise Konturen für einen scharfen Look

Nachdem die Grundlängen und Übergänge stehen, geht es an die Details. Saubere Konturen machen den Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Schnitt.

  • Maschine umdrehen: Für die Konturen im Nacken und an den Ohren drehen Sie die Haarschneidemaschine um, sodass die Klinge nach oben zeigt. Führen Sie sie vorsichtig entlang der gewünschten Linie.
  • Gerade Linien ziehen: Versuchen Sie, eine möglichst gerade Linie im Nacken zu ziehen. Nutzen Sie den Handspiegel, um die Symmetrie zu überprüfen.
  • Ohren freischneiden: Seien Sie besonders vorsichtig um die Ohren. Klappen Sie das Ohr leicht nach vorne, um die Haare dahinter zu erreichen, und schneiden Sie eine saubere Kurve.

Das Deckhaar in Form bringen: Schere kommt zum Einsatz

Wenn die Seiten und der Nacken perfekt sind, wenden wir uns dem Deckhaar zu. Hier kommt die Schere ins Spiel, um Länge und Form zu geben.

Gleichmäßige Länge mit der Kamm-und-Schere-Methode

  1. Haare vorbereiten: Kämmen Sie das Deckhaar gründlich durch. Wenn es trocken ist, können Sie es leicht anfeuchten, um es besser kontrollieren zu können.
  2. Partien abteilen: Nehmen Sie eine kleine Haarpartie zwischen Zeige- und Mittelfinger, heben Sie sie senkrecht vom Kopf ab. Dies ist Ihre erste Kontrollsträhne.
  3. Länge bestimmen: Bestimmen Sie, wie viel Sie abschneiden möchten. Denken Sie daran: Weniger ist mehr! Schneiden Sie nur kleine Mengen ab.
  4. Entlang des Kamms schneiden: Alternativ können Sie den Kamm als Führung verwenden. Kämmen Sie eine Partie hoch und schneiden Sie die Haare, die über den Kamm ragen, ab.
  5. Kontrollsträhne nutzen: Nehmen Sie immer einen Teil der bereits geschnittenen Haare zur nächsten Partie hinzu, um eine gleichmäßige Länge zu gewährleisten. So arbeiten Sie sich systematisch über den gesamten Oberkopf.

Textur und Volumen mit Point-Cutting

Um einen zu stumpfen Schnitt zu vermeiden und dem Deckhaar mehr Textur und Bewegung zu verleihen, empfehle ich die Point-Cutting-Technik. Anstatt gerade abzuschneiden, halten Sie die Schere senkrecht oder schräg zur Haarsträhne und schneiden mit den Spitzen der Schere kleine V-Formen in die Haarspitzen. Das nimmt Gewicht heraus und sorgt für ein natürlicheres Finish.

Häufige Fehler vermeiden: So gelingt Ihr DIY-Haarschnitt

Ich weiß aus meiner eigenen Erfahrung und aus den Rückmeldungen, die ich bekomme, dass die Angst vor Fehlern viele davon abhält, es selbst zu versuchen. Aber ich kann Ihnen versichern: Die meisten gängigen Fehler sind mit dem richtigen Wissen und etwas Geduld absolut vermeidbar.

Fehler 1: Mit einem zu kurzen Aufsatz starten

Der größte Anfängerfehler ist oft die Ungeduld, sofort mit einem sehr kurzen Aufsatz loszulegen. Das kann schnell zu "Löchern" oder einem ungewollt kahl rasierten Bereich führen. Mein Rat ist immer: Beginnen Sie mit dem längsten Aufsatz, den Sie in Betracht ziehen, und arbeiten Sie sich dann schrittweise zu kürzeren Längen vor. Haare kann man immer noch kürzer schneiden, aber nicht wieder länger machen!

Fehler 2: Harte Kanten und "Treppen" im Übergang

Harte Kanten entstehen, wenn die Maschine nicht korrekt geführt wird und keine fließenden Übergänge geschaffen werden. Dies ist oft ein Zeichen dafür, dass die C-Bewegung nicht konsequent angewendet wurde. Üben Sie diese Bewegung ohne Haare vor dem Spiegel. Sie werden sehen, wie wichtig es ist, die Maschine am oberen Ende des Schnitts leicht vom Kopf wegzuführen, um weiche Blends zu erzielen.

Fehler 3: Ein schiefer Nacken oder asymmetrische Seiten

Besonders der Nackenbereich und die Symmetrie der Seiten sind knifflig. Hier ist der Handspiegel Ihr bester Freund. Überprüfen Sie den Schnitt regelmäßig und aus verschiedenen Blickwinkeln. Nehmen Sie sich Zeit, um beide Seiten zu vergleichen. Manchmal hilft es auch, den Kopf leicht zu neigen, um eine bessere Sicht zu bekommen.

Fehler 4: Ungeduld und Eile

Ein Haarschnitt ist kein Rennen. Besonders bei den ersten Versuchen sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen. Eile führt fast immer zu Fehlern. Planen Sie mindestens 30-60 Minuten ein, um in Ruhe und präzise arbeiten zu können. Je entspannter Sie sind, desto besser wird das Ergebnis.

Fehler 5: Mangelnde Zwischenkontrolle

Warten Sie nicht bis zum Schluss, um das Ergebnis zu überprüfen. Kontrollieren Sie den Fortschritt regelmäßig nach jedem Abschnitt und jedem Aufsatzwechsel. Das ermöglicht es Ihnen, kleine Fehler sofort zu korrigieren, bevor sie zu großen Problemen werden. Schütteln Sie die Haare aus, kämmen Sie sie durch und schauen Sie aus allen Perspektiven.

Nach dem Schnitt ist vor dem Schnitt: Pflege und Feinschliff

Der eigentliche Schnitt ist nur die halbe Miete. Um Ihren frischen Look zu perfektionieren und zu erhalten, sind ein paar letzte Schritte und die richtige Pflege entscheidend.

Kleine Anpassungen vornehmen

  • Nach dem Duschen prüfen: Manchmal zeigen sich kleine Unregelmäßigkeiten erst, wenn die Haare gewaschen und gestylt sind. Nehmen Sie sich nach der ersten Dusche noch einmal Zeit, um den Schnitt zu überprüfen.
  • Feine Korrekturen: Kleinere übersehene Stellen oder leichte Asymmetrien können Sie mit der Schere oder dem Trimmer ohne Aufsatz vorsichtig nachbessern. Seien Sie hier besonders sparsam und präzise.
  • Kamm als Führung: Für den Feinschliff an den Übergängen können Sie den Kamm als Führung nutzen, um einzelne längere Haare zu identifizieren und mit der Maschine oder Schere zu kürzen.

Lesen Sie auch: Mittellange Haare: Einfache Frisuren, die in 5 Minuten sitzen!

Den frischen Look pflegen

Um die Langlebigkeit Ihres selbstgemachten Haarschnitts zu gewährleisten, ist die richtige Haarpflege wichtig. Regelmäßiges Waschen mit einem guten Shampoo und die Verwendung einer Spülung halten Ihr Haar gesund und glänzend. Experimentieren Sie mit Stylingprodukten wie Wachs, Gel oder Pomade, um Ihren neuen Look optimal in Szene zu setzen und ihm den letzten Schliff zu verleihen.

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Ich bin Erwin Merz und beschäftige mich seit über zehn Jahren intensiv mit den Themen rund um Schönheit und persönliche Pflege. In dieser Zeit habe ich als erfahrener Content Creator zahlreiche Artikel verfasst, die sich mit den neuesten Trends, Techniken und Produkten in der Schönheitsbranche auseinandersetzen. Mein Ziel ist es, meinen Lesern fundierte Informationen zu bieten, die ihnen helfen, informierte Entscheidungen zu treffen. Ich habe ein besonderes Interesse an der Analyse von Markttrends und der Bewertung von Schönheitsprodukten, wobei ich stets darauf achte, komplexe Daten verständlich und nachvollziehbar aufzubereiten. Durch meine objektive Herangehensweise und sorgfältige Recherche stelle ich sicher, dass die Informationen, die ich teile, sowohl aktuell als auch vertrauenswürdig sind. Mein Engagement gilt der Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Inhalten, die meinen Lesern einen echten Mehrwert bieten.

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